Lagerraum und Selfstorage - Die Übergangslösung für Umzüge

Wer einen Umzug plant, hat nicht immer das Glück, direkt in die neue Wohnung einziehen zu können. Bei Verzögerungen leistet ein Lagerraum wertvolle Dienste. Dabei ist auch denkbar, dass man den Lagerraum benötigt, weil einzelne Räume im neuen Haus noch nicht fertig sind und das eingeplante Mobiliar an keinem anderen Ort untergebracht werden kann. Ein weiterer Anlass für die Einlagerung der Möbel und Gegenstände ist nicht selten auch der vorübergehender Aufenthalt im Ausland.

Einen Lagerraum findet man in nahezu jeder Stadt. Oftmals haben sich Unternehmen eigens auf die Vermietung spezialisiert und werben unter dem neudeutschen Namen "Selfstorage".

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  • kein Balkon, keine Garage
  • Die alte/ neue Wohnung befindet sich jeweils im 3. OG
  • Alle Zimmer (inkl. Keller) weisen einen normalen Füllstand auf

Umzug

  • Der Transportweg von der Wohnungstür bis in den LKW (Auszug/ Einzug) beträgt 10m
  • Preis für Transport pro m3: 25 Euro
  • Preis für m3 pro 10 km Entfernung: 8 Euro
  • Sonderleistungen (Umzugskartons, Möbelmontage oder Küchenabbau) werden nicht berücksichtigt

Wo findet man einen Lagerraum?

Der erste Ansprechpartner auf der Suche nach einem Lagerraum ist sicherlich die Spedition bzw. das Umzugsunternehmen, mit dem man zusammenarbeitet. Oftmals existieren bereits auf deren Firmengelände die passenden Räume und es wird ein attraktiver Komplettpreis angeboten. Neben den Umzugsunternehmen haben sich in den letzten Jahren die Selfstorage-Hallen durchgesetzt. Der Name stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie "Selbsteinlagern". Ein Lagerraum in einem Selfstorage-Gebäude befindet sich vielfach in Industriegebieten oder am Rand der jeweiligen Stadt. Hintergrund sind die geringeren Kosten, die auf diese Weise auch an den Kunden weitergegeben werden können.

Wie sicher muss ein Lagerraum sein?

Wer einen Lagerraum mietet, sollte unbedingt sichergehen, dass der Raum keine Feuchtigkeit abgibt. Insbesondere, wenn es sich um einen Keller handelt, kann dieses Risiko durchaus gegeben sein. Wer sich für ein Selfstorage entscheidet, mietet seinen Lagerraum meist in einem neuen Gebäude und hat in punkto Klimatisierung keinerlei Abstriche zu befürchten.

Es existieren allerdings Unterschiede in der Sicherheit. Natürlich wird jede gemietete Box mit einem Schloss versehen. In manchen Fällen wird jedoch auch das Gebäude, in dem sich der Lagerraum befindet, mit Kameras abgesichert oder durch einen eigenen Wachdienst beschützt.

Welche Kriterien sollte ein Lagerraum erfüllen?

Die Sicherheit ist aber nur ein Kriterium für die Wahl eines geeigneten Lagerraums. Hinzu kommen natürlich der Preis und die Lage. Bei Letzterem sollte man im Vorfeld überlegen, wie häufig man an die eingelagerten Möbel heran muss. Handelt es sich beispielsweise um einen Lagerraum , der nur zum einmaligen An- und Abtransport betreten wird, so kann die Entfernung problemlos größer sein. In diesem Fall lässt sich auch ein Standort auf dem "platten Land" wählen, der meist mit deutlich niedrigeren Kosten wirbt. Anders sieht es aus, wenn regelmäßig einzelne Gegenstände aus dem Lagerraum benötigt werden. Hier sollte dann die schnelle Erreichbarkeit im Vordergrund stehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Vertragsbedingungen. In der Praxis unterscheiden sich die Kündigungsfristen für einen Lagerraum deutlich voneinander und auch die Zugangszeiten sind nicht immer gleich. Wem es wichtig ist, rund um die Uhr an sein Hab und Gut zu kommen, sollte diesen Zusatzservice auch preislich einkalkulieren.

Qualitätsmerkmale für einen Lagerraum

Bevor Sie sich aber für einen Lagerraum entscheiden und sich vertraglich binden, sollten Sie bei einer Besichtigung auf folgende Kriterien achten:

  • Der Lagerraum sollte sich in einem sauberen, trockenen, wohltemperierten und gut belüfteten Zustand befinden.
  • Er sollte über helle, breite Wege gut zugänglich sein. Optimal ist, wenn der Umzugswagen direkt vor der Tür geparkt werden kann und ein Aufzug vorhanden ist.
  • Der Lagerraum sollte vor neugierigen Blicken geschützt und durch entsprechende Einrichtungen (Sicherheitspersonal, Alarmanlage, Videoüberwachung, Zugangskontrolle durch PIN und/oder Magnetkarte,  etc.) gut gesichert sein. Wichtig ist auch, dass jeder Lagerraum separat verschließbar ist.
  • Achten Sie auf die Zugangszeiten: Sind diese flexibel (z. B. 24 Stunden zugänglich) oder abhängig von den Geschäftszeiten der Firma, die den Lagerraum zur Verfügung stellt.
  • Schauen Sie sich die Vertragsbedingungen genau an. Wie flexibel sind die Kündigungsfristen? Ist es problemlos möglich, den Vertrag zu verlängern oder Räume dazu zu mieten?

Checkliste: So befüllen Sie das Lager optimal

Das Bestücken des Lagerraums sollte gut durchdacht sein, denn wer Platz spart, spart auch Geld. So sollte das Lagergut immer einige Zentimeter von den Wänden entfernt stehen, damit die Luft zirkulieren und sich keine Feuchtigkeit bilden kann. Außerdem empfiehlt sich folgende Reihenfolge beim Befüllen:

  • Je größer und sperriger ein Gegenstand, desto weiter nach hinten kommt es ins Lager. Dies gilt auch für Dinge, die man in der nächsten Zeit definitiv nicht benötigt.
  • Möbelstücke wie Stühle, Tische und Regale lassen sich gut ineinander stapeln und gehören als nächstes ins Lager. Tische am besten mit der Tischplatte nach unten verstauen.
  • Die entstandenen Zwischenräume können mit Kartons und kleinen Gegenständen gefüllt werden. Auch leere Schränke eigenen sich hervorragend, um Kleinteile unterzubringen.
  • Nun die Umzugskartons gleichmäßig aufeinander stellen, wobei die schweren Kisten nach unten kommen. Auch wenn der Platz knapp ist – übertreiben Sie es nicht mit der Höhe. Die obersten Kartons sollten für Sie noch gut erreichbar sein.
  • Dinge, die Sie schnell wieder benötigen, gehören ganz nach vorne ins Lager.
  • Pflanzen, Lebensmittel und besondere Wertgegenstände wie z.B. Schmuck gehören nicht ins Lager.

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