Wohnung mit Leiche ersteigert
[18.05.2007] Ein Spanier war bei einer Zwangsauktion als glücklicher Höchstbietender günstig an eine Immobilie im Badeort Rosas an der Costa Brava im Nordosten Spaniens geraten. Bei einer ersten Besichtigung allerdings verging ihm die Freude schnell: die mumifizierte Leiche der Vorbesitzerin befand sich noch in der Wohnung. Die Polizei vermutet, dass die Frau vor sechs Jahren im Alter von damals 54 Jahren eines natürlichen Todes gestorben war, seitdem aber nicht verweste, sondern aufgrund der salzhaltigen Luft mumifizierte. Die Tote, inzwischen als die Vorbesitzerin der Wohnung identifiziert, ist vermutlich seit 2001 tot, da die Raten für die Immobilie seitdem nicht mehr bezahlt worden waren.
Die Frau wurde nicht als vermisst gemeldet. Sie hatte sich mit ihren in Madrid lebenden Kindern und ihrem Ex-Mann zerstritten. Zudem liegt die Erdgeschosswohnung in einem Feriengebiet mit zahlreichen Touristenunterkünften, in denen reger Verkehr herrsche, sagte die Polizei.
Da die Raten für den Kredit seit sechs Jahren nicht mehr zurückgezahlt worden waren, hatten die Banken die Wohnung zur Zwangsversteigerung freigegeben, ohne diese vorher besichtigt zu haben. Zwar hatte eine Polizeistreife vor vier Jahren auf Anordnung eines Gerichts überprüft, ob die Frau noch in der Wohnung lebte, waren jedoch abgezogen, da ihnen niemand die Tür öffnete. Der neue Wohnungsbesitzer war mit der Tote bekannt, denn er wohnte bis zu diesem Zeitpunkt im Appartement nebenan.
Quelle: u.a.
Focus und
Der Blick (CH)