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Der Ruf der Freiheit - die erste Wohnung

An die erste Wohnung, egal wie klein oder unvollkommen sie gewesen sein mag, erinnert sich jeder ein Leben lang. Die erste Wohnung, die man selbst einrichtet, ist oft der lang ersehnte Weg in die Unabhängigkeit und steckt voller Abenteuer und Zukunft. Denn nun kann man sich beweisen, die Flügel ausstrecken und Verantwortung übernehmen, ganz gleich ob man allein oder schon zu zweit in die erste Wohnung zieht. Damit das Projekt "Erste Wohnung" keine Bauchlandung wird, sind hier ein paar Tipps und Infos zum Thema erste Wohnung zusammengestellt.

Das Sparschwein schlachten – was darf die erste Wohnung kosten?

Das erste, was oft zum Problem wird und worum man sich daher zuerst kümmern sollte, ist der finanzielle Rahmen. Junge Menschen verfügen meist noch nicht über gewaltige Rücklagen und müssen daher für die erste Wohnung auf viel gewohnten Komfort verzichten. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Ausgaben zu erwarten sind, damit die erste Wohnung kein kurzer Ausflug, sondern tatsächlich der Absprung in die Unabhängigkeit wird. Hierbei denken viele nur an die Miete – doch auch Renovierung, Ersteinrichtung, der Umzug und erste eigene Verträge können die erste Wohnung zum Groschengrab werden lassen.

Ausgaben, die für die erste Wohnung relevant sind, können sein:

  • Monatsmiete und zusätzlich Nebenkosten
  • falls nicht in den Nebenkosten enthalten: Kosten für Strom, Wasser, Gas, GEZ
  • evtl. eine Mietkaution – hier kann mit einem Kautionsschutzbrief gespart werden!
  • Telefon-/Internetgebühren
  • Einkäufe für Lebensmittel, Haushaltsartikel und Freizeit
  • wird für die erste Wohnung ein Auto angeschafft oder eine Fahrkarte gebraucht?
  • Umzugskosten und u.U. Ausgaben für die Renovierung
  • Mitgliedschaften z.B. für Mieterverein, Videothek oder Fitnessverein am neuen Ort

So etwas kann ein junges Leben mit einem Job im Anfangsstadium mitunter sehr belasten, darum gilt es bereits vor der Suche realistisch zu beurteilen, aus welchen Mitteln diese Ausgaben bezahlt werden sollen. Die erste Wohnung wird meist nicht die letzte sein, darum empfiehlt es sich die Ansprüche etwas herunterzuschrauben und erst einmal zu sehen, wie gut die Finanzierung klappt. Hat sich erst einmal alles eingespielt, kann man später viel besser beurteilen, wieviel Grundmiete und Nebenkosten man tatsächlich allein tragen kann.

Viele Eltern und Familien geben für die erste Wohnung eine Starthilfe mit oder stellen ein Taschengeld zur Verfügung, um den Sproß zu unterstützen. Doch sollte sich nicht darauf verlassen werden und auch das Gefühl etwas ganz eigenes zu haben, nicht unterschätzt werden. Wichtig ist es daher genau zu wissen wie die eigenen finanziellen Mittel für die erste Wohnung aussehen. Besonders wichtig ist regelmäßiges Einkommen durch Ausbildung oder Nebenjobs, aber auch Erspartes kann eine wertvolle Starthilfe darstellen.
Als Faustregel gilt: Die Miete inkl. Nebenkosten sollte ein Drittel des Einkommens betragen!

Die erste Wohnung finden und beziehen

Steht der finanzielle Rahmen einmal fest, sollte ein Limit gesetzt werden und dieses als goldene Regel nicht mehr geändert werden – auch wenn der Balkon in der attraktiven Altbauwohnung noch so schön ist: Wenn man ewig knapsen muss, hat man nicht lange Freude. Die erste Wohnung muss nicht perfekt sein.

Mit dieser Einstellung kann es dann losgehen: Die erste Wohnung kann sich überall verbergen - in Lokalzeitungen, in Internetbörsen oder am schwarzen Brett der Uni oder des Arbeitgebers. Es lohnt sich vor allem viel Zeit für die Suche einzuplanen, denn je nach Wohnort sind bei begrenztem finanziellen Rahmen die verfügbaren Wohnungen rar gesät und gerade die erste Wohnung soll ja als Feuerprobe etwas besonderes sein.
Ratgeber: Weitere Tipps zur günstigen Wohnungssuche.
Auch die vielen Wohnungsbesichtigungen wollen geplant werden, evtl. gehen sogar Urlaubstage bei der Suche drauf. Nehmen Sie einen Elternteil oder Freunde mit zur Besichtigung – vier Augen sehen mehr als zwei und der Teufel steckt oft im Detail (z.B. undichte Fenster oder schlecht installierte Steckdosen).

Ist das gute Stück erst einmal gefunden, gilt es alle Ressourcen und Freunde zusammenzutrommeln, um den Umzug in die erste Wohnung zu organisieren! Geld für ein professionelles Umzugsunternehmen ist oft nicht vorhanden – aber es lohnt immer ein Blick ins Internet, um sich unverbindliche Angebote einzuholen. Natürlich lassen sich auf diesem Weg auch Angebote vergleichen für Umzugshelfer, Umzugswagen und im Internet lassen sich sogar Umzugskartons bestellen und ein Halteverbot für den Tag des Umzugs beantragen.

Lassen Sie sich von Eltern und Freunden gut beraten, dann wird die erste Wohnung nicht nur ein Abenteuer, sondern auch ein voller Erfolg.

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